Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?

Armes Deutschland

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Di. 15.05.2018 20:15

Folge 13 - "Wer arbeitet, ist selbst schuld!"

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Rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet - trotz Arbeit. Die Zahl der von Erwerbsarmut Betroffenen ist zwischen 2004 und 2014 um fast 10 % gestiegen, knapp 2,7 Millionen Kinder in Deutschland sind direkt von Armut bedroht. In vier neuen Folgen begleitet die Dokumentation „Armes Deutschland“ Familien, Paare und Alleinstehende, die am Rande der Armutsgrenze leben - und zeigt ihren grundlegend unterschiedlichen Umgang mit ihrer Situation. Stempeln oder abrackern - lohnt sich Arbeit in Deutschland?

Sascha (29) Angelique (22) sind arbeitslos - und werden Eltern. Ein Job kommt für den werdenden Vater nicht in Frage, denn jede Tätigkeit unter 18,50 Euro Stundenlohn ist für ihn pure Ausbeutung. Fraglich, wie lange das Paar so über die Runden kommt. Die zusätzlichen Kosten für das Kind können beide nicht tragen. Während sie das Jobcenter bitten, die Babyausstattung zu übernehmen, möchte Sascha seiner Freundin trotz aller Umstände einen Heiratsantrag machen.

„Wer in Deutschland arbeiten geht, ist selbst schuld“ - die Einstellung von Torsten (49) und Alexander (26) ist eindeutig. Die Begründung der beiden: Die Steuerabgaben seien zu hoch. Ihren Hartz-IV-Regelbedarf bessern sie sich durch Gelegenheitsjob auf, oft ohne steuerliche Anmeldung. Doch Alexanders Alkoholerkrankung wird für das Ex-Paar zu einer zunehmenden Belastung.

Derweil gibt es ein Wiedersehen mit Rentner Reinhard (72) aus Berlin. Sein Einkommen reicht bei Weitem nicht aus, daher bessert sich der Berliner die Haushaltskasse mit dem Verkauf von Grillwürstchen auf. Doch gesundheitliche Probleme zwingen ihn in die Knie. Reinhard muss sein Geschäft aufgeben - und steht vor dem Nichts.

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